Musik bis zum Abwinken

 – mit Google Play Music All-Inclusive

Quelle: Google

Der Name ist ziemlich sperrig – so sperrig, dass man erst mal überlegen muss, ob man ihn richtig geschrieben hat oder wie man ihn sinnvoll abkürzen kann. Dass Google Play Music All-Inclusive seit dem  Nikolaustag in Deutschland  verfügbar ist, war eine Überraschung, bei der Google ohne irgendwelche Ankündigungen ausgekommen ist. Via Google Plus und Twitter verkündete unter anderem +Stefan Keuchel  „Der Nikolaus hat Euch etwas tolles in den virtuellen Stiefel gelegt.“

Und auch wenn es das übliche Gemeckere gab, weshalb denn der Dienst nach der Einführungsphase nicht kostenlos sei, weshalb man nicht in Euro bezahlen könne und weshalb die Auswahl an Hörbüchern so klein sei – mein erster Eindruck: Googles Streamingdienst ist eine feine Sache.

Alles anhören, egal womit

Nach der Registrierung, die bei mir ohne Probleme funktionierte, hat man Zugriff auf eine schier unübersichtliche Auswahl an Musikstücken unterschiedlichster Richtungen, Google sagt, es seien Millionen. Das heißt, man kann alle Lieder, die bei Google Play Music verfügbar sind, anhören, unabhängig davon, ob man ein iPhone, einen Androiden hat oder ob man am Rechner sitzt und die Musik dort anhören möchte. Man kann gezielt nach Interpreten oder Musikrichtungen suchen, oder sich etwas vorschlagen lassen. Vorschläge, die auf den Liedern beruhen, die man bisher angehört hat und in „Radiosendern“ zusammengefasst werden. Denn „Radio“ meint in diesem Fall eben nicht, das klassische Radioprogramm, das von einem Sender ausgestrahlt wird, und das man lediglich durch Ein- oder Ausschalten beeinflussen kann. Unter dem Begriff werden Lieder gesammelt, die einem bestimmten Geschmack entsprechen, also beispielsweise Klassik oder Pop und die auf dem beruhen, was man gesucht oder angehört hat. Das Anhören kann man jederzeit unterbrechen oder beliebig viele Lieder überspringen.

Alles an einem Ort

Fazit: Googles Streamingdienst tut das, was er soll: Musik per Klick dort verfügbar zu machen, wo Nutzer eines Google-Accounts ohnehin schon sind und wo sie ihre Musik gespeichert haben. Praktisch, weil man sich nicht erst überlegen muss, wo man welches Stück gespeichert hat, praktisch weil gekaufte Stücke sofort auf jedem synchronisierten Gerät zur Verfügung steht. Zum Testen gibt’s den Dienst 30 Tage kostenlos, danach werden 7,99 Euro pro Monat fällig. Ab dem 15. Januar kostet der Dienst 9,99 Euro pro Monat – wer jetzt einsteigt, zahlt aber auch nach der Testphase 7,99 Euro, vorausgesetzt, man kündigt nicht zum 5. Januar 2014.
Ob sich der Dienst gegen etablierte Dienste wie Spotify durchsetzt, bleibt abzuwarten. Das Abo-Modell ist meiner Ansicht nach ein Ansatz, wie Nutzer in Zukunft leicht und schnell an ihre Inhalte kommen können – nicht nur an Musik.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s