Bücher meines Jahres

Es ist wieder soweit. Das Jahr ist fast zu Ende – Zeit also für meine persönliche Lesebilanz des Jahres. Die wie auch schon im vergangenen Jahr völlig subjektiv ist.

Dass ich in 2014 mehr Bücher gelesen habe (37 statt 34 im vergangenen Jahr), liegt vielleicht daran, dass weniger dicke Schmöker dabei waren.
Gesamt: 38
E-Books: 7
Normale Bücher: 30
Englische: 17

Gelesen habe ich:

Edward St Aubyn:

Never Mind, Bad News, Some Hope, Mother’s Milk, At last, sowie Lost for Words – mein neuentdeckter Autor, dessen Themen nicht immer einfach sind, aber immer wunderbar geschrieben. Seine Bücher sind auch auf Deutsch erhältlich.

Neil Gaiman

Niemalsland, Der Ozean am Ende der Straße:
Beides sind Märchen für Erwachsene, die in fantastische Welten entführen, die gar nicht mal so weit weg von der realen Welt sind.
Ein liebevolles Märchen ist auch das E-Book „Hannah Halblicht“ von Stefan Reinmann. Es ist auf allen gängigen Plattformen erhältlich.

Zu Alan Turing/ Enigma:

Robert Harris: Enigma; Sinclair McKay: The Secret Life of Bletchley Park, Fergus Mason: The tragic life of Alan Turing

Ian McEwan:

Der britische Autor schreibt nicht nur wunderbar. Seine bei Diogenes auf Deutsch erhältlichen Bücher sind auch ein gutes Beispiel dafür, dass eine Übersetzung dem Original gerecht werden kann.
Unschuldige
The Children Act (wird im Januar bei Diogenes auf Deutsch erscheinen und „Kindeswohl“ heißen)
The Comfort of Strangers

Ken Follett: Kinder der Freiheit

Der letzte Teil der Trilogie um mehrere Familien, deren Geschichte auch die Europas ist. Leider ist die Übersetzung holprig und schadet dem Lesevergnügen.

Max Frisch:

Aus dem Berliner Journal – meine ausführlichere Besprechung gibt es hier.

Shaun Usher: Letters of Note

ist ein Buch, das man trotz seines Gewichts gerne zur Hand nimmt und sich in die Intimität des Briefeschreibens entführen lässt. Mittlerweile ist auch eine deutsche Übersetzung unter dem Titel „Briefe, die die Welt bedeuten“ erschienen. Meine englische Besprechung gibt es hier.

Sherlock Holmes

Natürlich mussten es auch in diesem Jahr wieder Bücher über und mit dem großen Detektiv sein.
Sir Arthur Conan Doyle: Das Zeichen der Vier (bei Diogenes)
Mitch Cullin: A Slight Trick of the Mind – eine liebevolle Hommage, von der ich (noch) keine deutsche Übersetzung gefunden habe. Meinen Tipp gibt es auf Deutsch und Englisch.
Sherlock Holmes – The Man who has never lived and will never die ist das Begleitbuch zur Sherlock-Holmes-Ausstellung im Museum of London und zeigt viel mehr als „nur“ Sherlock Holmes.
Sherlock Chronicles – ein Muss für Sherlock-Fans

Klassiker:

William Shakespeare: Henry V, Hamlet, Richard III.
Wirklich nicht neu, aber neuentdeckt mit den liebevollen zweisprachigen Ausgaben, die bei Ars Vivendi erschienen sind. Wer sparen möchte und nicht unbedingt ein druckfrisches Buch haben muss, kann sie auch antiquarisch kaufen. Ich bin bei booklooker.de fündig geworden.

Franz Kafka

Saul Friedländers Biografie ist eine gute Einführung in Werk und Leben des Schriftstellers.

Gut unterhalten fühlte ich mich mit:

John Green: The Fault in our Stars (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) – ist einfach nur zum Heulen schön.
David Grann: Die versunkene Stadt Z – auf der Suche nach einer Stadt und einem Forscher
Donna Leon: Das goldene Ei – der alljährliche Guido-Brunetti-Fall
Ingrid Noll: Hab und Gier – gut, aber es gibt bessere Romane der Autorin
Bernhard Schlink: Die Frau auf der Treppe – typisch guter Bernhard Schlink
Chris Chibnall/ Erin Kelly: Der Mörder ist unter uns – ist das Buch zur britischen Fernsehserie „Broadchurch“ und mindestens genauso spannend.
Dave Eggers: Der Circle – so könnte die Arbeit bei Google aussehen.
Donna Tartt: The Goldfinch (Der Distelfink) – gut, aber mit Längen
Saskia Goldschmidt: Die Glücksfabrik – die Geschichte einer Pharmafabrik vor dem Hintergrund des Dritten Reichs.
Alan Bennett: Leben wie andere Leute – der Autor blickt auf das eigene Leben zurück.

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